21. Februar 2007

Der 21. Februar war für uns immer schon ein ganz besonderer Tag. An diesem feierten wir jedes Jahr, dass wir uns kennengelernt haben.
Unser heuriger Jahrestag war dann noch einmal ein bisschen spezieller. Denn heuer hätte unser Sohn Paul an diesem Tag seinen errechneten Geburtstermin gehabt.
 
Wie wir alle wissen, kam es ja leider anders. Und so hatten wir eher Angst vor diesem Tag. Wir nahmen uns am 21. Februar extra von der Arbeit frei, um ihn ganz für Paul zu gestalten.
 
Aber es kommt ja meistens anders als man glaubt.

Nach Pauls Tod begann ich Anfang Februar wieder zu arbeiten. Es war sehr hart für mich, denn ich hatte immer das Gefühl, dass ich doch eigenltich zu Hause sein sollte, um mich auf seine Geburt vorzubereiten.
 
Ich hatte zu dieser Zeit auch einige Kennzeichen, die Tobias schon kannte: "Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen, du bist schwanger!" Und nach zwei Schwangerschaften weiß man da ja schon ungefähr, wie es läuft. ;-)

Ich war schlecht gelaunt, hatte teilweise eigenartige Essgelüste und vor allem war ich wahnsinnig müde und ging freiwillig, für meine Verhältnisse sehr früh schlafen. ;-)

 

Naja, irgendwann gegen Ende Februar hatte ich dann so ein Gefühl, dass sich da eventuell wirklich wieder ein neues Leben in meinem Bauch eingenistet hatte. Eigentlich warteten wir ja noch auf die erste Regel nach Pauls Geburt, aber die ließ lange auf sich warten.

Und so machte ich - aus irgendeinem Gefühl heraus - genau am 21. Februar einen Schwangerschaftstest und dieser war - nach wenigen Sekunden - dick und fett POSITIV.

Das war erst einmal ein großer Schock. Ich wusste nicht wirklich, was ich davon halten sollte. Auch Tobias ging es nicht anders. Uns gingen tausend Gedanken durch den Kopf:

  • Kann es wirklich sein, dass ich wieder schwanger bin?
  • Wir haben nach Pauls Geburt noch keine Untersuchungen durchführen lassen, warum alles so      gekommen ist - kann eine neuerliche Schwangerschaft überhaupt gut gehen?
  • Sollen wir uns freuen oder skeptisch sein?
Ich rief gleich meine Ärztin Petra Hauptmann an und erzählte ihr von diesem Test. Sie hatte an diesem Tag lange Dienst und so konnten wir gleich im St.Josef Krankenhaus vorbeikommen.

Und dort sahen wir zum ersten Mal unsere kleine Maus! Man konnte sogar das Herzchen flimmern sehen.

Tobias und ich waren immer noch skeptisch, aber langsam steckte uns Petra dann mit ihrer Zuversicht und Freude an. Denn sie meinte gleich, dass das sehr gut aussehe und dass alles in Ordnung scheint und freute sich sehr!

 

Tja, wie es in den nächsten Wochen und Monaten dann weiterging, kannst du auf den "Sarah-Seiten" lesen. ;-)